1 / 1 Rezension

Geschichte allgemein

N. C. Loesch: Rasse als Konstrukt

 

Externe Angebote zu diesem Beitrag

Informationen zu diesem Beitrag

Diese Rezension wurde redaktionell betreut von: Peter Helmberger <peter=helmbergerrz.hu-berlin.de>
Autor(en):
Titel:Rasse als Konstrukt. Leben und Werk Eugen Fischers
Ort:Frankfurt am Main
Verlag:Peter Lang/Frankfurt am Main
Jahr:
ISBN:3-631-31746-8
Umfang/Preis:615 S.; DM 148,00

Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
Ulrich Marsch, Max-Planck-Gesellschaft Muenchen
E-Mail: <marschmpg-gv.mpg.de>

Nicht allen Lesern wird Eugen Fischer (1874-1967) sofort ein Begriff sein, denn seine Haupttaetigkeit lag in den Jahren 1912 bis 1943, und auf die Weiterentwicklung weder der Medizin noch der anthropologischen Forschung hatte er bleibenden positiven Einfluss. In seiner Freiburger Heimat bis zu seinem Tod 1967 lebend, kam er durch lokale Ehrungen noch zu einigem Ruhm, zu groesserer Bedeutung gelangte er nicht mehr. Umso wichtiger und einflussreicher waren seine Jahre bis 1943: als einer der Hauptautoren des anthropologischen Standardwerkes der Zeit, des Baur-Fischer-Lenz 1921 ("Grundriss der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene") und als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts fuer Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik" von 1927 bis 1942. Fischer war vielleicht der einflussreichste Anthropologe und Rassenforscher in der Weimarer Republik und im Dritten Reich und damit auch Wegbereiter der sich toedlich auswirkenden Rassenideologie. Fischer wurde aufgrund seiner Arbeiten zum Steigbuegelhalter vieler weitaus rassistischerer, ideologischerer und ruecksichtsloserer Amtstraeger in Medizin und Politik. Es ist das Verdienst des Historikers und Veterinaers Loesch, den Lebensweg Fischers, seine Praegungen, Arbeiten und Einflussnahmen auf den deutschen Wissenschaftsbetrieb anhand einer grossen Fuelle von Akten und Veroeffentlichungen nachzuzeichnen. Er liefert somit nicht nur die erste Biographie Fischers ueberhaupt, sondern auch eine Abhandlung ueber Anthropologiegeschichte und Rassenforschung in Deutschland bis 1945. Gleichzeitig liefert er eine kritische Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Institutes fuer Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin.

Geboren 1874, promovierte Fischer in Anatomie 1898 mit einer Arbeit, die Loesch als "solide anatomische Beschreibung des Beckensitus" des weiblichen Orang-Utans kategorisiert, nachdem Fischer eine umfangreichere Forschungsarbeit als Dissertationsthema sofort wieder aufgab. Wieder ein forschungsintensives Habilitationsthema ablehnend, erlangte er schon 1900 die Venia legendi fuer Anatomie mit einer Schrift ueber den embryonalen Schaedel des Maulwurfs. Zwischen den Zeilen der Gutachten der Dissertation wie der Habilitationsschrift, die Loesch zitiert, lassen sich Hinweise herauslesen, dass die eigentlichen Forschungsleistungen eher gering zu sehen sind. Wohl deswegen und weil er nicht allzu bereit war, Freiburg zu verlassen, blieb Fischer Privatdozent von 1900 bis 1912. Er lehrte zwar Anatomie, veroeffentlichte aber nur neun (!) anatomische Arbeiten bis 1918. Im aerztlichen Bereich schien Fischer nicht weiterzukommen, gleichzeitig wurde er aufgefordert, anthropologische Themen fuer angehende Mediziner zu lesen, da dieses Gebiet gerade verwaist war. Zudem bot es Fischer die Chance, sich ohne allzu grossen forschenden Aufwand in einem Nischengebiet zu etablieren. So wandte er sich der Anthropologie zu, fuer die es damals nur einen deutschen Lehrstuhl, in Muenchen, gab. Fischer pendelte lange zwischen Freiburg und Zuerich, wo Rudolf Martin ein Ordinariat fuer Anthropologie innehatte, bildete sich dort weiter und nannte spaeter Martin seinen eigentlichen Lehrer. Fischers Weg zur Anthropologie hatte anfangs zufaelligen, dann aber schon frueh berechnenden Charakter. 1912 wurde er zum Prosektor der Anatomie in Wuerzburg berufen, blieb aber nur drei Monate und kehrte dann als Prosektor an die Anatomie in Freiburg zurueck, wo er bis zu seiner Berufung als Professor fuer Anthropologie in Berlin und Direktor des Kaiser-Wilhelm-Institutes 1926 blieb.

Mit einiger Berechtigung macht die Zeit bis 1912 fast ein Drittel des Buches Loeschs aus, denn sie praegte nachhaltig Fischers Wissenschaftsethos und politische Anschauungen. Ab 1903 beschaeftigte sich Fischer mit den Mendelschen Erbregeln und versuchte, fasziniert von ihnen, ihre Gueltigkeit auch beim Menschen zu beweisen. Sein Studienobjekt wurde eine Gruppe von Mischlingen in Deutsch-Suedwest Afrika, die "Rehoboter Bastarde". Schon vor Antritt der Reise schrieb er, er muesse den Beweis fuer die Richtigkeit der Mendelschen Erbregeln finden. Die eigentlich fuer die Botanik aufgestellten Regeln uebertrug Fischer auf den Menschen, und wollte nur noch ihre Richtigkeit beweisen. Wegen dieser Unwissenschaftlichkeit seiner Fragestellung wurde ihm von dem Unternehmen abgeraten, die Geldbeschaffung erwies sich als schwierig. Sorgfaeltig arbeitet Loesch heraus, dass Fischer mit dem festen Vorsatz nach Afrika abreiste, den Beweis fuer die Richtigkeit der Erbregeln an dieser Mischlingsbevoelkerungsgruppe zu finden. 1908 war Fischer in Deutsch-Suedwest, erst 1913 erschien sein Buch darueber. Fischer behauptete, den Beweis fuer die Richtigkeit der Mendelschen Erbregeln beim Menschen anhand einiger Kriterien gefunden zu haben. Loesch legt dar, dass dies zwar im Prinzip fuer einige Merkmale richtig sein kann, Fischer aber genaue Mechanismen weder untersuchte noch fand und widerlegt ihn mit seinen eigenen Aussagen ueber Regeln der Vererbung eindrucksvoll. Vielmehr bestimmten Wunschdenken, Einarbeitung eigener politischer Ueberzeugungen, unwissenschaftliches Herangehen an ein Thema und Probleme der Dateninterpretation die Arbeitsweise Fischers. Festzuhalten bleibt allerdings, dass Fischer feststellte, veroeffentlichte und in den Folgejahren auch immer wieder betonte, dass Mischlinge oft Ueberlegenheiten an koerperlichen und kulturellen Faehigkeiten gegenueber den Stammgruppen entwickeln koennen. Der schon 1913 herrschenden Meinung von der Ueberlegenheit "reinrassiger" Bevoelkerungen schloss er sich nicht an. Er wandte sich aber gegen die Mischung von deutschen Siedlern und afrikanischen Einwohnern. Dies fuehre zum Niedergang der weissen Bevoelkerung, die natuerlich kulturschaffend und hoeherstehend als die schwarze sei. Deswegen muessten beide Bevoelkerungsgruppen auch streng voneinander getrennt werden.

Die Aufnahme von Fischers Buch zu den "Rehoboter Bastarden" war verhalten. Wenn auch die Untersuchung als bedeutendes Werk an sich herausgehoben wurde, eine kritische Auseinandersetzung oder gar Widerlegung fand nicht statt. So wurde Fischer in der Weimarer Repubik zum Vater der "Anthropo-Biologie". Woher kamen Fischers Anschauungen, die er durch sein unwissenschaftliches Wunsch-Arbeiten bestaetigen wollte ? Schon 1904 schloss sich Fischer in Freiburg der Heimatbewegung an, finanzierte Grabungen, fuehrte manche von ihnen selber durch, bewegte sich mehr und mehr auf eine Schollen- und Bodenverbundenheit zu, lehnte Grosstaedte als zersetzerisch ab. Kurz, er wurde zum antimodernen, boden - und volkverbundenen, konservativen, rassistisch-antisemitischen Anhaenger der Monarchie, wie es typisch war fuer viele Angehoerige der Oberschicht im Kaiserreich. In diesen Umkreis passte auch die "Gesellschaft fuer Rassenhygiene" von 1905, in die Fischer eintrat und wo er Ernst Haeckel, Karl von Frisch, Erwin Baur und Ernst Ruedin kennenlernte. Keine Besetzung eines Lehrstuhles fuer Anthropologie oder Vererbungslehre, Rassenkunde und was es sonst noch so gab, geschah letztendlich ohne Absprachen und Protektion dieses Kreises. Loesch nennt es einen "rassenhygienischen Kluengel" und zeigt, wessen Schueler im Laufe der Zeit einen Lehrstuhl fuer Medizin, Anthropologie usw. erhielt.

1923 erschien in der Reihe "Kultur der Gegenwart" der von Fischer bearbeitete Band "Anthropologie", in der er seine frueheren Arbeiten zusammenfasste und aktualisierte. Nach vielen Jahren trat Fischer damit wieder mit einem groesseren Werk an die Oeffentlichkeit, das seinen Ruf als fuehrender Anthropologe in Deutschland festigte. Dabei tat er nichts anderes, als eine frueher beschriebene Einteilung der Menschheit in "Rassen" zu variieren, wobei er fuer Europa Kritierien des Aussehens unterschied, waehrend er bei den nicht-europaeischen Bevoelkerungen die damaligen Grenzziehungen als Masstab nahm. Voellig absurd wurden seine Einteilungen, als er den Aussehensformen noch Charaktereigenschaften zuordnete: die nordischen Rassen als hellhaeutig, blond, gross in Verbindung mit kulturschaffend, intelligent, individualistisch usw., fuer andere entsprechend das Gegenteil oder Variationen. Andere anthropologische Autoren der Zeit beliessen es beim Vermessen der Koerperteile und Schaedel, um Abstammungslinien zu identifizieren, Fischer sah dies nur als einen Teilaspekt und zog noch charakterliche Eigenschaften hinzu. Damit wurde die Idee der Identifikation der Vererbungseigenschaften und -linien so stark veraendert, dass das Paradigma "Rasse" endgueltig zum Konstrukt wurde - zum Konstrukt der Verwissenschaftlichung Fischers eigener politischer und rassistischen Vorstellungen. Fischers Beitrag "Die Rassenunterschiede des Menschen" im "Grundriss der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene" (Baur-Fischer-Lenz) von 1921 enthielt ganz aehnliche Aussagen, im wesentlichen wieder Zusammenstellungen seiner vorangehenden Werke.

Diesen Arbeiten und dem "rassenhygienischen Kluengel" um Erwin Baur, Carl Correns, Richard Goldschmidt und Ernst Ruedin verdankte es Fischer, dass es 1927 zur Gruendung des Kaiser-Wilhelm-Institutes fuer Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik kam, Fischer dessen Direktor wurde und zudem einen Lehrstuhl fuer Anthropologie in Berlin erhielt. Die Verbindungen dieser Gruppe zu Staat und Wissenschaft, ihr Vorgehen bei der Initiierung des Institutes und das Verhalten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft dabei sind lesenswert und zeigen die Widerstandslosigkeit der KWG, ein solches Institut abzulehnen. Da die Finanzierung einigermassen gesichert schien, wurde die Institutsgruendung beschlossen. Loesch zeigt hier auf anschauliche Weise nicht nur den Werdegang einer neuen Disziplin, sondern auch, wie sich Interessensgruppen der Institutionen des Staates und der Wissenschaft bemaechtigen, um ihre Ziele durchzusetzen. Deutlich wird, dass Fischer Direktor wurde, nicht weil er als hervorragender Wissenschaftler galt, sondern als guter Organisator. Der Kluengel erwartete sich eine Staerkung seiner Disziplin mit dem neuen KWI und damit eine Staerkung der Macht seiner einzelnen Mitglieder. So wurde auch eine der Haupttaetigkeiten Fischers die Schulung von jungen Amtsaerzten in Rassenlehre, was zu einer ungeheuren Verbreitung seiner Ideen unter Medizinern beitrug und spaeter die NS-Rassenideologie rasch durchsetzen half.

Nach der Machtuebertragung an die NSDAP entschied sich Fischer, der zwar nie Parteimitglied wurde, fuer eine Kooperation mit dem Regime und nutzte damit beiden: das Regime bediente sich der Wissenschaft als Beleg fuer die Richtigkeit seiner Rassenpolitik, Fischer und seine Kollegen nutzten das System zum Machterhalt und Machtausbau. Fischer trug mit dazu bei, dass das KWI bis 1935 zu einem voellig funktionalisierten NS-Institut geworden war und in enger Verbindung zu Medizinischen, Rasse- und Siedlungsaemtern des Regimes stand. Fischer hatte also Anteil an der Umsetzung von vermeintlicher Wissenschaft in Ideologie, von Ideologie in Politik, von Politik in die verbrecherische Tat. Er widersetzte sich nicht der Entlassung anderer Direktoren oder Mitarbeiter und stellte Otmar von Verschuer als Assistenten an, der ab 1942 das KWI auch leitete. Verschuer war streng auf NS-Linie. Dabei kam Fischer zunehmend in Konflikt mit dem Regime: sorgfaeltig arbeitet Loesch heraus, dass Fischer Rassist war, aber nicht Antisemit im Sinne der NS-Ideologie. Die sog. "Judenfrage" war fuer ihn bedeutungslos. Er bezeichnete Juden nie als minderwertig, wohl aber als anderswertig. In Schriften wie Vortraegen beharrte er auf diesem Standpunkt wie auf dem, dass Mischlinge nicht automatisch minderwertig seien. 1942 ging Fischer in den Ruhestand, Verschuer folgte ihm als Direktor, der das KWI noch weiter an die NS-Rassenideologie heranfuehrte, neue Forschungen aufnahm, eng mit der SS kooperierte, gemeinsame Projekte durchfuehrte und schliesslich auch dafuer sorgte, dass seine Mitarbeiter Organe und Koerperteile ermordeter KZ-Haeftlinge zur Untersuchung erhielten. Loesch fuehrt darueber hinaus den Nachweis, wie eng Verschuer und der Auschwitz-Arzt Mengele zusammenarbeiteten, und liefert damit wertvolle neue Details zur Geschichte dieses KWI und der Person Verschuers.

Nach der Zerstoerung Freiburgs gegen Kriegsende, wohin sich Fischer nach seiner Emeritierung zurueckgezogen hatte, lebte Fischer bis 1950 im hessischen Sontra, bevor er fuer immer nach Freiburg zog. In seinen selbst verfassten Lebenserinnerungen erkannte er zwar die Folgen der von ihm propagierten Anthropologie, wies aber die Schuld daran dem NS-Regime und dessen Ideologie zu, die er so nie vertreten hatte. Fischers Wahrnehmung, wie in den Jahren zuvor, erwies sich als stark eingeschraenkt, was sich auch daran ablesen laesst, dass er aktiv versuchte, nach 1950 die von ihm vetretene Anthropologie zu rehabilitieren, Verschuer, der bereits damals grossen Anfeindungen ausgesetzt war, eine Professorenstelle in Muenster zu verschaffen (was auch gelang). Zusammen mit Verschuer versuchte er, ein Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Institut fuer Anthropologie aufzubauen, wogegen sich allerdings Otto Hahn als Praesident der Max-Planck-Gesellschaft wehrte, so dass es zu keiner Neugruendung kam. Viele Schueler Fischers und auch Verschuers hatten Stellen als Professoren fuer Medizin an deutschen Hochschulen gefunden, die alten Netzwerke funktionierten noch. Nach und nach wurde Fischer in "Fachkreisen" rehabilitiert, so erklaren sich auch die neuen Wuerdigungen und Ehrungen Fischers, die eben vor allem Fischers Schueler initiierten.

Niels Loesch ist zu dieser Arbeit rundherum zu gratulieren.Trotz mancher Laengen und etwas haeufigen Zitierungen ist eine umfassende Studie zu Rassenforschung und Anthropologiegeschichte entstanden, die weit ueber eine Biographie Eugen Fischers hinausgeht. Eine Bibliographie von Fischers Werken, eine Bibliographie der Arbeiten ueber Fischer, eine Liste mit Kurzbiographien der Mitarbeiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts, eine Veroeffentlichungsliste der Arbeiten des KWI und ein Verzeichnis der Dissertationen am KWI geben der Studie lexikalischen Charakter und ergaenzen sie sinnvoll. Loesch gelingt es, Fischer nicht als "Einstein der Anthropologie" darzustellen, wie er viele Jahre lang gerne von sich und seinen Schuelern gesehen worden waere: als Disziplingruender, als hehren und objektiven Wissenschaftler; sondern als praegbaren und praegenden Zeitgenossen, dessen Themen und Fragestellungen frueh vom Zeitgeist bestimmt waren, mit Aussagen des Zeitgeistes bestaetigt werden sollten und rueckwirkend den Zeitgeist verstaerkten. Loesch erbringt den Nachweis , dass Fischer von vornherein unwissenschaftlich und stark subjektiv arbeitete, und seine Theorien dementsprechend ohne jeden bleibenden Bestand sind. Weder dem deutschen Hochschulsystem, noch der Kultusbuerokratie oder Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gereicht es zur Ehre, dass jemand wie Fischer ueberhaupt habilitierte, Professor und sogar Direktor eines Kaiser-Wilhelm-Institutes wurde. Schwaechen des Auswahlsystems und persoenliche Kungeleien werden in Loeschs Studie nur zu deutlich und werfen ein bezeichnendes Licht auf das Wissenschaftssystem Deutschlands vor 1945.

Es haette Loeschs Arbeit gesprengt, waere er auf die wissenschaftliche und institutionelle Geschichte der Anthropologie nach 1945, und vor allem zur Person Otmar von Verschuers, weiter eingegangen, deswegen kann ihm diese Auslassung keinesfalls angekreidet werden. Interessierte seien dazu auf den Band "Kontinuitaet und Neuanfang in der Hochschulmedizin nach 1945", herausgegeben von Gerhard Aumueller, Hans Lauer und Helmut Remschmidt (Marburg 1997) verwiesen, in dem Hans-Peter Kroener ausfuehrlich auf den weiteren Weg der Rassenhygieniker und Humangenetiker eingeht. Indem Loesch nicht nur eine Biographie Fisches vorlegt, sondern diese einbettet in eine Disziplin- und Institutionengeschichte des 20. Jahrhunderts, hat er einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Weimarer Zeit und des Dritten Reiches geleistet, der weit ueber die Wissenschaftsgeschichte hinausgeht.

ZitierweiseUlrich Marsch: Rezension zu: Loesch, Niels C.: Rasse als Konstrukt. Leben und Werk Eugen Fischers. Frankfurt am Main 1997, in: H-Soz-u-Kult, 02.07.1998, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=363>.

Copyright (c) 1998 by H-Net, Clio-online, and the author, all rights reserved. This work may be copied and redistributed for non-commercial, educational purposes, if permission is granted by the author and usage right holders. For permission please contact H-SOZ-U-KULTH-NET.MSU.EDU.

 
1 / 1 Rezension