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Zeitgeschichte (nach 1945)

L. M. Lüthi: The Sino-Soviet Split

 

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Diese Rezension wurde redaktionell betreut von: Katja Naumann <knaumannuni-leipzig.de>

Diese Rezension entstand im Rahmen des Fachforums geschichte.transnational. geschichte-transnational.clio-online.net/

Lüthi, Lorenz M.: The Sino-Soviet Split. Cold War in the Communist World (= Princeton Studies in International History and Politics). Princeton: Princeton University Press 2008. ISBN 978-0691135908; 400 S.; € 24,50.

Radchenko, Sergey: Two Suns in the Heavens. The Sino-Soviet Struggle for Supremacy, 1962-1967 (= Cold War International History Project). Stanford: Stanford University Press 2009. ISBN 978-0-8047-5879-6; 288 S.; € 48,32.

Rezensiert für geschichte.transnational und H-Soz-Kult von:
Stefan Troebst, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), Universität Leipzig
E-Mail: <troebstuni-leipzig.de>

Mit dem Bersten eines Monolithen hat Richard Löwenthal 1967 das sowjetisch-chinesische Schisma im Weltkommunismus verglichen. Doch was auf dem Höhepunkt des Ost-West-Konfliktes einer Sensation globalen Zuschnitts gleich kam, nimmt sich in der Retrospektive heute mitunter als bloßer Zwischenfall bilateraler Art aus – so etwa in einer aktuellen deutschsprachigen Gesamtdarstellung des chinesischen 20. Jahrhunderts.[1] Allerdings hat die seit 1991 zugängliche Masse an neuen Archivdokumenten sowjetischer Provenienz, aber auch an Quellen anderer Warschauer Pakt-Staaten einschließlich der DDR, das Interesse der zeithistorischen Forschung am Bruch zwischen Moskau und Peking deutlich verstärkt. Dazu hat nicht zuletzt der Umstand beigetragen, dass zahlreiche dieser Quellen in digitalisierter Form zugänglich sind. Hinzu kommen autobiographische Berichte politischer und anderer Akteure, die zu Teilen ebenfalls im Netz stehen.[2] Auch die bundesdeutsche China- und Russlandhistoriographie hat ihr Interesse für den „geborstenen Monolithen“ (wieder-)entdeckt [3], wie überdies die Auswirkungen dieses Bruches auf die ostmittel- und südosteuropäischen Warschauer Pakt-Staaten dort wie andernorts zunehmend in den Forschungsfokus geraten.[4]

Der in Kanada lehrende schweizerische Politikwissenschaftler Lorenz M. Lüthi hat in seiner umfangreichen Studie den Versuch unternommen, sowohl die blockinternen Konfliktlinien als auch die internationalen Implikationen des Bruchs zwischen Moskau und Peking zu rekonstruieren und ihre Wirkungen zu bewerten. Dabei kann er sich zum einen auf eine Vielzahl neu zugänglich gewordener bzw. veröffentlichter Dokumente chinesischer und sowjetischer bzw. russischer, aber auch tschech(oslowak)ischer, bulgarischer, ungarischer, italienischer, US-amerikanischer und nicht zuletzt deutscher Provenienz stützen. Zum anderen kommen ihm die vor allem im Rahmen des Washingtoner Cold War International History Project und des Zürcher Parallel History Project on Cooperative Security verstärkt angestellten zeithistorische Forschungen zu den Beziehungen zwischen China und den Warschauer Pakt-Staaten zu Gute.

Lüthi hat das kritische Jahrzehnt 1956-1966 in neun chronologische Kapitel unterteilt, denen er ein Kapitel zur „Vorgeschichte“ von 1921 bis 1955 vorangestellt hat. Der Basso continuo seiner quellengesättigten Erzählung ist dabei die „vitale Rolle der Ideologie beim sino-sowjetischen Bruch“ (S. 1). Moskau und Peking gerieten ihm zufolge vor allem über drei Themen in Konflikt, nämlich erstens über Maos „leninistische“ Modifizierung des stalinistischen Entwicklungsmodells; zweitens über Chruščëvs Entstalinisierungspolitik und drittens über die Politik gegenüber den USA – „friedliche Koexistenz“ oder „Weltrevolution“? Hinzu kamen sekundäre, von Lüthi gleichfalls ideologisch gedeutete Konfliktpunkte, so etwa der schlagartige Abzug der sowjetischen Spezialisten aus China 1960, territoriale Streitfragen, als ehrverletzend empfundene Eklats und die persönlichen Antipathien, die Mao und Chruščëv wechselseitig hegten.

Die anhand nun zugänglich gewordener Quellen neu gedeutete Dekade bettet Lüthi in ein breiteres Periodisierungsmodell der bilateralen Beziehungen von UdSSR und Volksrepublik China ein, das seinen Fokus auf ideologischen Differenzen verstärkt. Die 1950 geschlossene chinesisch-sowjetische Allianz hat ihm zufolge in Pekinger Perspektive bereits 1955, also noch vor dem 20. Parteitag der KPdSU, einen tiefen Riss erhalten, und dies ungeachtet massiver Wirtschafts-, Finanz- und Expertenhilfe aus Moskau. Denn der als „Kleiner Sprung nach vorn“ bekannte erste chinesische Fünf-Jahr-Plan mit seiner Kopie sowjetischer Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in den 1920er Jahren widersprach Lüthi zufolge diametral den Chruščëvschen Liberalisierungsansätzen. Bereits 1959 sei Mao daher zu dem Entschluss gelangt, die Allianz mit Moskau zu lösen – der Bruch der beiden kommunistischen Mächte wurde jetzt stückweise offenkundig. Und Maos Aufrechterhalten seines Revisionismus-Verdikts an die Adresse der KPdSU auch nach dem Wechsel von Chruščëv zu Brežnev und Kosygin, so weiter, bahnte dann ab 1969 der Annäherung zwischen Peking und Washington den Weg.

Zwar wird die Betonung ideologischer Differenzen durch den Autor indirekt durch die Bedeutung relativiert, die er dem in interne Machtkämpfe verstrickten Mao als wichtigstem Akteur auf chinesischer Seite beimisst und ihn zugleich als ressentimentbehafteten Russophoben porträtiert, doch geht aus seiner Darstellung zweierlei deutlich hervor: Zum einen war es ganz überwiegend Mao, der ständig „Beziehungsstress“ mit Moskau machte, dabei Missverständnisse provozierte und sowjetische Hilfsangebote mitunter als Danaergeschenke absichtlich fehldeutete. Zum anderen wies das Verhältnis von KP China und KPdSU eine bedeutende ostmittel- und südosteuropäische Dimension auf. Die ideologischen Folgen des Tito-Stalin-Bruchs von 1948, Chruščëvs Verhalten in der Polnischen Krise 1956 und das sowjetische militärische Eingreifen in Ungarn im selben Jahr wurden von Mao mal als voreilig, mal als zu zögerlich kritisiert, wobei aus Lüthis Darstellung hervorgeht, dass Pekings Kurs diesbezüglich ähnlich erratisch war wie Moskaus. Das traf ihm zufolge auch auf die sowjetische Politik gegenüber Albanien zu, das von 1960 an vom sowjetischen in den chinesischen Orbit driftete.

En détail beschreibt Lüthi die sich von 1960 bis 1966 hinziehende „Trennungsphase“ im chinesisch-sowjetischen Verhältnis, dessen völlige Zerrüttung durch den Grenzkrieg um die Damanskij-Insel im Ussuri-Fluss dann auch für die Außenwelt offenkundig wurde. Als der sowjetische Ministerpräsident Kosygin nach einem schweren Gefecht mit Dutzenden von Gefallenen auf beiden Seiten im März 1969 Mao über das Krisentelefon erreichen wollte, wurde ihm vom diensthabenden Telefonisten in Peking mitgeteilt, „revisionistische Elemente“ würden nicht zum Großen Vorsitzenden durchgestellt (S. 341f.). Bei der Lektüre kann man sich daher mitunter der Bewunderung für die Geduld und Langmut der sowjetischen Führung angesichts Pekinger Provokationen kaum erwehren, auch wenn es gelegentlich zu Retourkutschen kam. So schlug etwa Verteidigungsminister Malinovskij dem Leiter der KPCh-Delegation zu den Moskauer Feierlichkeiten anlässlich des 47. Jahrestages der Oktoberrevolution im November 1964, Premierminister Zhou Enlai, vor, dem sowjetischen Modell zu folgen: „Ich möchte nicht, dass irgendein Mao oder Chruščëv uns behindern. […] Wir sind Chruščëv bereits los geworden, jetzt solltet ihr Mao los werden.“ (S. 289f.). Brežnevs Entschuldigung, dass Malinovskij seine „indiskrete Bemerkung“ in angetrunkenem Zustand gemacht habe, wurde von Zhou Enlai mit dem Argument zurückgewiesen, gerade wegen des Marschalls Alkoholisierungsgrad handele es sich eben nicht um einen bloßen Fauxpas, sondern vielmehr um „aufrichtige“, „vom Herzen kommende“ Worte, denn „die Wahrheit liegt im Wein“ (S. 290). Malinovskij, so Zhou Enlai, habe lediglich ausgesprochen, was die sowjetische Führung denke. Entsprechend wurde auch dieser Zwischenfall von der chinesischen Seite massiv aufgebauscht und als Beweis für das Fortwirken des revisionistischen „Chruščëvismus auch nach Chruščëv“ gewertet (S. 292).[5]

Abschließend stellt der Autor die Frage, ob der Bruch zwischen Peking und Moskau zu vermeiden gewesen wäre und kommt zu dem gelinde gesagt spekulativen Schluss, dies wäre dann möglich gewesen, wenn Stalin länger als 1953 gelebt hätte, vielleicht auch, wenn statt des Mao verhassten Chruščëv ein anderer KPdSU-Chef geworden wäre oder aber, wenn Mao früher gestorben bzw. von seiner Partei 1956, 1959 oder 1962 kalt gestellt worden wäre (S. 350f.). Partiell erhellender als diese Fiktionen fällt Lüthis Antwort auf eine weitere selbstgestellte Frage aus, nämlich, was Chruščëv nach dem 20. Entstalinisierungsparteitag noch hätte tun können, um den Bruch mit Mao zu vermeiden: Nichts. Denn mit seiner Geheimrede vom Februar 1956 habe der Erste Sekretär den Geist ideologischen Pluralismus aus der Flasche gelassen - und da dieser Schritt nicht rückgängig zu machen war, war Lüthi zufolge das Zerwürfnis mit der KP Chinas vorprogrammiert (S. 352).

Sergey Radchenko, US-russischer Historiker aus Sachalin und derzeit Dozent für Geschichte der Internationalen Beziehungen an der chinesischen Dependance der University of Nottingham in Ningbo, profitiert von der Gnade des späteren Erscheinungstermins, denn er hat für seine Darstellung Lüthis Monographie noch als indirekte Gegenfolie heranziehen können. Dabei fokussiert er auf die heiße Phase des „sino-sowjetischen Kampfes um Vorherrschaft“ von 1962 bis 1967 und identifiziert als Ursache für diesen Konflikt die strukturelle Ungleichheit der Allianz zwischen Moskau und Peking samt Maos verbissenem Versuch, gleiche Augenhöhe mit der sowjetischen Führungspartei zu erreichen. Dabei misst Radchenko im Gegensatz zu Lüthi ideologischen Differenzen lediglich camouflierende Bedeutung bei und hebt stattdessen stark auf die Rolle der Persönlichkeiten Maos und Chruščëvs samt ihrem Hund-und-Katze-Verhältnis ab. Er verweist überdies auf eine generelle sowjetische Aversion gegenüber China, die auf russischen Ethnostereotypen beruhte. Diese weist er in zahlreichen KPdSU-Expertisen zur KP China nach, in denen Mao „Nationalismus“, „Sinozentrismus“, „Großmachtchauvinisums“, gar „chinesischer Rassismus“ vorgeworfen wird, wie er überdies auf Stalins Charakterisierung von Mao als „Neandertal-Marxist“ (cave Marxist) sowie auf Chruščëvs ausgeprägtes Überlegenheitsgefühl gegenüber China rekurriert. Der Stalin-Nachfolger im Kreml, so Radchenko, habe chinesischen Gesprächspartnern gegenüber habituell eine spezifische Kombination aus russländisch-imperialer Hybris und sowjetischem Stolz auf den Sieg über den Faschismus im Zweiten Weltkrieg an den Tag gelegt. Überdies führt er die historisch-koloniale Dimension des seit dem Grenzvertrag von Nerčinsk von 1689 formalisierten russländisch-chinesischen Verhältnisses mit seinen „tief verwurzelten kulturellen Stereotypen und Rassismus auf beiden Seiten“ an (S. 22).

Im Durchführungsteil von Radchenkos Buch treten die genannten Interpretationsunterschiede zu Lüthis Darstellung allerdings zurück, da naheliegenderweise nicht nur dieselben Prozesse und Ereignisse behandelt werden, sondern auch die Quellenbasis ähnlich ist. Bei beiden spielt vor allem die zweibändige Darstellung „Zehn Jahre Polemik. Erinnerungen an die chinesisch-sowjetischen Beziehungen 1956-1966“ von Mao-Intimus und Chefredakteur des Parteiorgans „Renmin Ribao“, Wu Lengxi, eine Schlüsselrolle, da dieser Politbürositzungen sowie Verhandlungen mit der sowjetischen Seite zu protokollieren pflegte. [6] Allerdings steht bei Radchenko das unmittelbar bilaterale Verhältnis, also Verhandlungen, Gesprächskontakte, Telefonate, schriftliche Kommunikationen u. a., im Zentrum, weniger die Auswirkungen der zahlreichen Konfliktthemen samt Schlichtungsversuche auf Dritte und die Außenwelt. Ausführlich jedoch wird die gescheiterte Vermittlungsmission der KP Rumäniens von 1964 behandelt, wie auch die anderen „Bruderparteien“ immer dann ins Bild geraten, wenn sie direkt in die sino-sowjetischen Beziehungen involviert sind.

Der Dokumentenanhang des Buches, der Protokoll(auszüg)e von vier Gesprächen auf oberster bilateraler Ebene wiedergibt, vermittelt eine plastische Vorstellung von der mitunter extrem angespannten Atmosphäre sowie vom bizarren Verhalten Maos, der etwa den sowjetischen Botschafter in Peking, Červonenko, im Februar 1963 im Pyjama „halb liegend, halb sitzend im Bett“ seines Schlafzimmers empfing. Und nachgerade quälend liest sich das Protokoll des Gespräches der genannten chinesischen Delegation mit den sowjetischen Genossen am 8. November 1964 in Moskau. Dabei wurde nicht etwa die Provokation des ohne jegliche Vorabinformation Moskaus durchgeführten ersten Tests einer chinesischen Atombombe vom Vormonat thematisiert, sondern in extenso der erwähnte Malinovskijsche Ausrutscher vom Vorabend. Wieder und wieder trieb Zhou Enlai Brežnev damit in die Enge und drängte massiv auf die Entlassung des noch von Chruščëv ernannten Verteidigungsministers.

Resümierend kommt Radchenko zu dem Schluss, dass der Bruch zwischen der sowjetischen Führungsmacht und ihrem chinesischen Verbündeten eben dieser hierarchischen Ungleichheit geschuldet war. Und da ihm zufolge die UdSSR zum Schließen von Bündnissen auf gleicher Augenhöhe prinzipiell unfähig war, musste der Drang Chinas nach Gleichberechtigung zum Bruch mit Moskau führen – ungeachtet aller Vermittlungsversuche, Beschwichtigungen und Personalwechsel. Diejenigen Akteure, die wie der zusammen mit Brežnev im Herbst 1964 ins Amt gelangte neue sowjetische Ministerpräsident Kosygin noch an das einigende Band der kommunistischen Ideologie oder zumindest an das gemeinsame Interesse am Erhalt des Weltfriedens glaubten, waren Radchenko zufolge hoffnungslos naiv bzw. bestenfalls außenpolitisch unerfahren. Die Lüthische Frage, unter welchen Umstände das Schisma im Weltkommunismus zu vermeiden gewesen wäre, stellt sich Radchenko entsprechend erst gar nicht.

Die Lektüre beider Monographien ist in doppelter Hinsicht ernüchternd: Zum einen bestätigen sie bei allen neuen Details im Kern das, was zeitgenössische Beobachter des schleichenden Bruches – mit unterschiedlichen Erklärungsansätzen – bereits konstatiert haben. Neu im Sinne des Wortes ist vor allem die periodisch auftretende Wirkungsmacht der ostmittel- und südosteuropäische Dimension im sino-sowjetischen Verhältnis, desgleichen die Kenntnis des ganz und gar unbrüderlichen Tons, den vor allem die chinesischen Kommunisten gegenüber ihren sowjetischen Genossen anschlugen. Und zum anderen machen beide Studien deutlich, dass der Konflikt zwischen Moskau und Peking bei aller ideologischen Verbrämung und persönlichen Rivalitäten auf einander diametral entgegengesetzten Machtkalkülen beruhte. Ob Vietnam, Dritte Welt, Kuba oder Ostmittel- und Südosteuropa – überall prallten die Interessen der beiden Verbündeten unvermittelt aufeinander und führten zu einer Kulmination von Konfliktthemen. Angeboten hätte sich daher ein Vergleich zu der vorhergehenden Spaltung in der kommunistischen Weltbewegung, also zu derjenigen zwischen Tito und Stalin, die im Zweiten Weltkrieg wurzelte, sich 1946 verschärfte und 1948 offen zutage trat. Das hätte Lüthi erlaubt, seine Betonung ideologischer Gegensätze zu relativieren, und Radchenko hätte seine Überbewertung von Persönlichkeitsmerkmalen korrigieren können. Und auch ein Blick auf die dem sino-sowjetischen Bruch folgende Annäherung zwischen China und den USA samt ihren Protagonisten Mao und Nixon hätte die monokausalen Erklärungsmuster Ideologie bzw. Persönlichkeit um die Faktoren Sicherheitsinteressen und Machtpolitik erweitert. Festzuhalten bleibt, dass beide archivaliengestützten Darstellungen sich eben aufgrund ihrer unterschiedlichen Deutungsansätze in profunder Art ergänzen und zugleich reizvolle Vergleichsperspektiven eröffnen. Fehlt nach These und Antithese also nur noch die Synthese.

Anmerkungen:
[1] Richard Löwenthal, Der geborstene Monolith. Von Stalins Weltpartei zum kommunistischen Pluralismus, Berlin 1967; Sabine Dabringhaus, Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert, München 2009. Der „Bruch mit der Sowjetunion um 1960“ wird hier lediglich in zwei Sätzen und einer Fußnote gestreift (S. 150 und 259).
[2] Vgl. Odd Arne Westad (Hrsg.), Brothers in Arms. The Rise and Fall of the Sino-Soviet Alliance, 1945-1963, Washington, DC 1998; die Webseiten des am Woodrow Wilson Center in Washington, DC, angesiedelten Cold War International History Project (URL www.wilsoncenter.org/program/cold-war-international-history-project) und des an die ETH Zürich angebundenen Parallel History Project on Cooperative Security (URL www.php.isn.ethz.ch); sowie Xiaoyuan Liu / Voytech Mastny (Hrsg.), China and Eastern Europe, 1960s-1980s. Proceedings of the International Symposium: Reviewing the History of Chinese-East European Relations from the 1960s to the 1980s. Beijing, 24-26 March 2004. Zürich 2004 (URL e-collection.library.ethz.ch/eserv/eth:27533/eth-27533-01.pdf); und Shen Zhihua / Li Danhui, The Polish Crisis of 1956 and Polish-Chinese Relations Viewed from Beijing, in: Jan Rowiński (Hrsg.), The Polish October 1956 in World Politics. Warsaw 2007, S. 75-113.
[3] Sören Urbansky, The Unfathomable Foe. Constructing the Enemy in the Sino-Soviet Borderlands, ca. 1969-1982, in: Journal of Modern European History 10 (2012) 2, S. 255-277. Vgl. auch den Bericht über eine Tagung des Freiburger FRIAS von Zhong Zhong Chen: ‘Interkit’: An International Against China? Policy Coordination and National Interests in the Soviet Bloc in the Second Half of the Cold War. 12.05.2011-13.05.2011, Freiburg im Breisgau, in: H-Soz-u-Kult, 22.07.2011, <hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3737>.
[4] Mercy A. Kuo, Contending with Contradictions. China's Policy toward Soviet Eastern Europe and the Origins of the Sino-Soviet Split, 1953-1960, Lanham 2001; Péter Vámos, Evolution and Revolution. Sino-Hungarian Relations and the 1956 Revolution. Washington, DC, 2006 (= Cold War International History Project Working Paper, 54) (URL www.wilsoncenter.org/sites/default/files/WP54_Final2.pdf); Ana Laiaj / Christian F. Ostermann / Ryan Gage (Hrsg.): „Albania is Not Cuba.” Sino-Albanian Summits and the Sino-Soviet Split, in: Cold War International History Project Bulletin 16 (Spring 2008), S.185-337 (URL www.wilsoncenter.org/sites/default/files/CWIHPBulletin16_p3.pdf); Mircea Munteanu, Communication Breakdown? Romania and the Sino-American Rapprochment, 1969-1971, in: Diplomatic History 33 (2009) 4, S. 615-631; ders., When the Levee Breaks. The Impact of the Sino-Soviet Split and the Invasion of Czechoslovakia on Romanian-Soviet Relations, 1967-1970, in: Journal of Cold War Studies 12 (2010) 1, S. 3-42; Bogdan Góralczyk (Hrsg.), Polska – Chiny. Wczoraj, dziś, jutro (1949-2009) [Polen – China. Gestern, heute, morgen (1949-2009)], Toruń 2009; Margaret K. Gnoinska, Poland and the Cold War in East and Southeast Asia, 1949-1965, Dissertation, George Washington University, Washington, DC, 2009 (URL gradworks.umi.com/3372771.pdf); und Jordan Baev, Drugata studena vojna [Der zweiten Kalte Krieg], Sofija 2012.
[5] Siehe dazu auch Michail Prozumenščikov, „Es muss alles daran gesetzt werden, die Beziehungen Schritt für Schritt zu normalisieren …“ Der letzte, erfolglose Versuch einer sowjetisch-chinesischen Versöhnung, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2009, S. 315-328.
[6] Lengxi Wu, Shinian Lunzhan, 1956-1966: Zhong Su Guanxi Huiyilu. 2 Bde., Peking 1999.

ZitierweiseStefan Troebst: Rezension zu: Lüthi, Lorenz M.: The Sino-Soviet Split. Cold War in the Communist World. Princeton 2008, in: H-Soz-Kult, 03.05.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=17348>.

Stefan Troebst: Rezension zu: Radchenko, Sergey: Two Suns in the Heavens. The Sino-Soviet Struggle for Supremacy, 1962-1967. Stanford 2009, in: H-Soz-Kult, 03.05.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=17348>.

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