Informationen zu diesem Beitrag
| Institution: | Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW), Kommission für das Repertorium, München |
| Datum: | 01.02.2010-31.01.2012 |
Das „Repertorium Fontium Historiae Medii Aevi“, das größte Verzeichnis mittelalterlicher europäischer Geschichtsquellen für die Zeit von 500 bis 1500, ist von 1962 bis 2007 in Rom in elf Bänden erschienen. Das in internationaler Zusammenarbeit erstellte und in lateinischer Sprache herausgegebene Werk hat seinerseits neue Unternehmungen auf dem Feld der mittelalterlichen Quellenkunde angeregt: in Belgien und den Niederlanden die kostenfrei zugängliche Datenbank www.narrative-sources.be, in Italien das „Compendium Auctorum Latinorum Medii Aevi“ des Verlags SISMEL. In Deutschland setzt die „Kommission für das Repertorium ‘Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters’“ (vormals: „Kommission für das Repertorium Fontium Historiae Medii Aevi“) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die aktualisierte und fortlaufende Berichterstattung über die Quellen des deutschen Reiches des Mittelalters fort, die sie zum „Repertorium Fontium“ beigesteuert hatte.
Die Kommission tut dies seit Mai 2006 auf ihrer website www.repfont.badw.de unter dem Namen „Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters“, aufgrund knapper Personalressourcen bislang in Form von PDF-Dateien. Die Konzeption des Projekts ist in mehrfacher Hinsicht gegenüber dem „Repertorium Fontium“ verändert: Der neue Name soll den Umstieg von der lateinischen Sprache zur deutschen in der Beschreibung von Autoren und Quellen anzeigen, der Berichtsraum wird vom modernen nationalstaatlichen auf den historischen des deutschen mittelalterlichen Reiches von Karl dem Großen bis 1500 erweitert, die Quellenbeschreibungen werden revidiert und ausgeweitet, neue Lemmata fortlaufend eingegliedert. Inzwischen hat sich die Erarbeitung einer Datenbank als zwingend erwiesen. Die Kommission bereitet daher in Kooperation mit dem Münchener Digitalisierungszentrum und dem Zentrum für Elektronisches Publizieren der Bayerischen Staatsbibliothek eine Datenbank vor, die einen leichten Zugang zu den Lemmata gewährt, die Fülle der im Werk sonst verborgenen Informationen ans Licht hebt, komplexe Suchanfragen erlaubt und durch adressierbare Datensätze die Verlinkung in andere Unternehmungen ermöglicht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Datenbank-Projekt im Herbst 2009 in ihre Förderung aufgenommen. Das Repertorium wird in neuer Form Anfang 2012 zur Verfügung stehen.
Für nähere Informationen:
M. Wesche, Das Repertorium fontium historiae medii aevi. Ein Grundwerk der mittelalterlichen Quellenkunde, in: Akademie aktuell 01/2004, S. 34-37.
www.badw.de
M. Wesche, Mittelalterliche Geschichtsquellen und ihr Platz im www. Bericht aus der künftig buchlos publizierenden Kommission für das Repertorium Fontium Historiae Medii Aevi, in Akademie aktuell 03/2007, S. 24-30.
www.badw.de
M. Wesche, Senza confini: Das Repertorium Fontium Historiae Medii Aevi, in: Akademie aktuell 01/2008, S. 16-19.
www.badw.de
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Kommission für das Repertorium „Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters“
Alfons-Goppel-Strasse 11
80539 München
Tel. 089/23031-0
Mail: post
Projektmitarbeiter (PD. Dr. Roman Deutinger, Dr. Markus Wesche)
Tel. 089/28638-2616 und -2618
Mail: roman.deutinger
| Kontakt: | Markus Wesche Bayerische Akademie der Wissenschaften
Gregor Horstkemper Bayerische Staatsbibliothek
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| URL: | http:/ |
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