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Sehr geehrte Listenteilnehmer,
unser Geschichtsbüro schreibt gerade die Geschichte der Firma "Optische Werke G. Rodenstock", die in diesem Jahr 125 Jahre alt werden. Dabei spielt auch die Entnazifizierung des damaligen Firmeninhabers Alexander Rodenstock eine wichtige Rolle. Einer der wichtigsten Belastungspunkte war seine Rolle als "Wehrwirtschaftsführer", durch die er automatisch in die Kategorie II "Belastete" eingestuft wurde. Wir haben in Spruchkammerunterlagen zu Alexander Rodenstock (Bayrisches Wirtschaftsarchiv) die Angabe gefunden, es habe zwei verschiedene Arten von "Wehrwirtschaftsführern" gegeben. Die einen seien seit 1935 von Reichswirtschaftsministerium (General der Infanterie Thomas) ernannt worden, um "eine Organisation zu schaffen von Männern der Industrie, die nicht auf dem Boden des Nationalsozialismus standen, um in der Rüstung ein Gegengewicht zu schaffen gegen den NS-Bund der Technik". Erst seit 1938/39 habe das Reichswirtschaftsministerium auf Anordnung von Göring die Ernennung der Wehrwirtschaftsführer an sich gezogen und nur noch Leute ernannt, die vorher von der Gestapo überprüft worden seien und auf Pateilinie lagen.
Gibt es dazu irgendwelche Bestätigungen?
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Dirk Reder
Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer
Neuhöfferstraße 13-15
50679 Köln
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URL: www.geschichtsbuero.de
Reaktionen / Kommentare
01.07.2002 Rauh, Cornelia <Cornelia.Rauh-Kuehne
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Re: Wehrwirtschaftsführer im NS
03.07.2002 Müller, Rolf-Dieter <RolfDieterMueller
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Re: Wehrwirtschaftsführer im NS
