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Die Kinderladenbewegung als case-study der antiautoritären Erziehungsbewegung. 1968 und die Pädagogik in kultur-, modernitäts- und professionsgeschichtlicher Perspektive (1965-1977)

 

Informationen zu diesem Beitrag

Ziel des Projekts ist, die pädagogischen Dimensionen von „68“ in kultur-, modernitäts- und professionsgeschichtlicher Perspektive zu analysieren. Dies erfolgt exemplarisch anhand der Kinderladenbewegung in Berlin. Erfasst werden die Motive für die Gründung von Kinderläden, ihre soziale Zusammensetzung und ihre pädagogischen Konzepte. Auf der Sexualerziehung liegt dabei ein besonderer Akzent. Untersucht werden zudem die Entstehung pädagogischer Zeitschriften im Kontext der Kinderladenbewegung und die Effekte der Kinderladenbewegung für die Professionalisierung der Erzieherinnenausbildung.

Erwartbar sind Ergebnisse für die Erziehungsgeschichte nach 1945 in modernisierungs- und professionsgeschichtlicher sowie für die Historiographie der 68er Bewegung in kulturgeschichtlicher Perspektive.

FORSCHUNGSFRAGEN:
Welche Motive liegen der Gründung von Kinderläden zugrunde?
Wer waren die Gründerinnen und Gründer der Kinderladenbewegung?
Wie hingen frühe Frauenbewegung und Kinderladenbewegung zusammen?
Wie setzten sich die Kinderläden sozial zusammen?
Wie viele Kinderläden gab es um 1970 in Berlin?
Welche pädagogischen Konzepte wurden entwickelt?
Welche Konzepte zur Sexualpädagogik wurden entwickelt?
Welche pädagogischen Zeitschriften wurden im Umfeld der Kinderladenbewegung gegründet?
Welche Professionalisierungseffekte hatte die Kinderladenbewegung?
Wie lassen sich ihre Effekte für die bundesrepublikanische Bildungs- und Erziehungsgeschichte beschreiben?

Das Projekt läuft seit Oktober 2010 an der Stiftung Universität Hildesheim in der Abteilung für Allgemeine Erziehungswissenschaft und will die pädagogischen Dimensionen von „68“ exemplarisch anhand der Kinderladenbewegung in Berlin untersuchen. Erfasst werden die Motive für die Gründung von Kinderläden, ihre soziale Zusammensetzung und ihre pädagogischen Konzepte, wobei ein besonderer Fokus auf der Sexualerziehung liegt. Darüberhinaus sollen die Entstehung pädagogischer Zeitschriften im Kontext der Kinderladenbewegung und die Effekte der Kinderladenbewegung für die Professionalisierung der Erzieherinnenausbildung nachgezeichnet werden.

Über weitere Hinweise, Anregungen, Materialien und Kontakte würden wir uns sehr freuen und sind Ihnen dankbar, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Kontakt:
Prof. Dr. Meike Sophia Baader
Stiftung Universität Hildesheim,
Fachbereich 1 Erziehungs- und Sozialwissenschaftten
Institut für Erziehungswissenschaft
Abteilung für Allgemeine Erziehungswissenschaft
Marienburger Platz 22
31141 Hildesheim
baaderuni-hildesheim.de

Falls Sie vorab noch nähere Informationen über das Projekt wünschen, können Sie diese der Projekthomepage entnehmen:
www.uni-hildesheim.de/index.php?id=kinderladenbewegung

URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/id=1479&type=anfragen
 
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