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Hermann-Knothe-Wissenschaftspreis "Oberlausitzische Kultur und Geschichte" (Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften)

 

Informationen zu diesem Beitrag

Institution:Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften, Görlitz
Bewerbungsschluss:31.12.2010

Auslobung des „Hermann-Knothe-Wissenschaftspreises“ der OLGdW 2010

Die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e.V. (OLGdW) lobt für das Jahr 2010 erneut den „Hermann-Knothe-Wissenschaftspreis der Oberlausitz“ aus. Der akademische Nachwuchs bis zu einem Alter von 32 Jahren ist aufgefordert, bis zum 31. Dezember 2010 eine Arbeit zu einem oberlausitzischen Thema bei der Gesellschaft einzureichen.
Der Preis ist mit 700,- Euro dotiert und wird von den historischen Sechsstädten der Oberlausitz Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban/Lubań, Löbau und Zittau sowie der polnischen Stadt Zgorzelec getragen.

Die Gesellschaft will mit dieser Auszeichnung eine herausragende Leistung bei der Erforschung der oberlausitzischen Kultur und Geschichte würdigen. Die Arbeiten können historische wie auch kunst- und kulturgeschichtliche Fragestellungen, bspw. aus den Bereichen Umwelt, Kulturlandschaft, Technik, Wirtschaft, Gesellschaft, Familie, Demografie, Alltag, Sachkultur oder Politik, aufgreifen.
Der Preisträger wird unter Ausschluss des Rechtsweges durch ein Kuratorium gekürt. Bei mehreren preiswürdigen Arbeiten kann der Preis auch geteilt werden. Er wird jeweils im April auf der Frühjahrstagung der Gesellschaft überreicht. Die Satzung bzgl. der Preisverleihung kann auf der Homepage der Gesellschaft (www.olgdw.de) nachgelesen werden. Genauere Informationen erhalten Sie unter www.olgdw.de oder via email an sekretariatolgdw.de

Die 1779 gegründete OLGdW gehört zu den ältesten Gelehrtengesellschaften Europas. Nach der erzwungenen Auflösung der Gesellschaft 1945 erfolgte 1990 ihre Wiedergründung. Seither konnte die OLGdW in zunehmendem Maße an ihre reiche Tradition anknüpfen und eine Vielzahl ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten wiederbeleben. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gab sie das „Lausitzische Magazin“ heraus, das dann ab 1821 als „Neues Lausitzisches Magazin“ (NLM) fortgeführt wurde und bis zu seiner kriegsbedingten Einstellung 1944 zu den führenden regionalgeschichtlichen Periodika Deutschlands gehörte. Es wird seit 1998 in „Neuer Folge“ herausgegeben. Ebenso gehört es zu den Aufgaben der Gesellschaft, die historische Forschung zur Oberlausitz zu fördern und insbesondere junge Wissenschaftler an die Besonderheiten der Geschichte dieses Landes heranzuführen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde dafür jeweils eine Preisaufgabe gestellt, in dessen Folge sich alsbald anerkannte Historiker, neben Hermann Knothe etwa auch Richard Jecht u.v.a.m., erstmals hervortun konnten. Mit dem nunmehr bereits zum vierten Mal ausgelobten Preis ist die Absicht verbunden, junge Wissenschaftler, die innovative Studien zur Oberlausitz vorgelegt haben, auszuzeichnen.

Mit der Benennung des „Wissenschaftspreises der Oberlausitz“ nach Hermann Knothe ehrt sie die geschichtswissenschaftlichen Leistungen des Oberlausitzer Landeshistorikers. Hermann Knothe (1821–1903) hatte sich ganz der Erforschung der oberlausitzischen Geschichte verschrieben. Seine bis heute grundlegenden Arbeiten, die zumeist im NLM erschienen, widmen sich vornehmlich der oberlausitzischen Rechts- und Verfassungsgeschichte sowie dem einheimischen Adel. Sie zeichnen sich durch ein intensives Quellenstudium aus, wodurch Knothe maßgeblich zur Qualität und zur Anerkennung der Zeitschrift beitrug. 1897 ernannte man ihn zum Ehrenmitglied der OLGdW.

Kontakt:

Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften
Dr. Lars-Arne Dannenberg
(Vizepräsident)

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