Informationen zu diesem Beitrag
| Institution: | Universität Basel, Basel |
| Datum: | 16.02.2008-31.12.2011 |
| Bewerbungsschluss: | 15.10.2008 |
Kurzinformation:
Ab Februar 2009 beginnt das nächste dreijährige Graduiertenkolleg Gender Studies Basel zu „Repräsentation, Materialität und Geschlecht. Gegenwärtige und historische Neuformierungen der Geschlechterverhältnisse“.
Interessierte können sich bis Mitte Oktober 2008 schriftlich bewerben. Die Ausschreibung sowie weitere Informationen zur Bewerbung erfolgen ab dem 1. September und werden auf der Seite des Graduiertenkollegs des Zentrums Gender Studies publiziert (www.genderstudies.unibas.ch).
Gesamtschweizer Graduiertenkollegien Gender Studies 2008-2011
GRADUIERTENKOLLEG BASEL
„Repräsentation, Materialität und Geschlecht: gegenwärtige und historische Neuformierungen der Geschlechterverhältnisse“
Die gegenwärtige Neuformierung der Geschlechterverhältnisse erweist sich als vielfältig, facettenreich und komplex. Ausserdem sind sie von einer paradoxen Gleichzeitigkeit von Wandel und Persistenz gekennzeichnet, deren eingehende Analyse derzeit noch aussteht. Historisch betrachtet finden sich allerdings immer wieder solche Phasen grundlegender Neuformierungen. Die Analyse historischer Umbrüche ist daher sowohl für die Einschätzung gegenwärtiger als auch für die Erfassung der Bedeutung vergangener Transformationsprozesse unabdingbar. Dabei gilt es auch, Bezüge zu globalen (europäischen wie ausser-europäischen) Transformationsprozessen herzustellen und deren interkulturelle Dimension zu berücksichtigen.
Das Graduiertenkolleg „Repräsentation, Materialität und Geschlecht“ wird sich in seinen historischen und gegenwärtigen Analysen insbesondere auf drei Themenbereiche konzentrieren:
- erstens auf Veränderungen des Verhältnisses von Natur und Kultur (z.B. heutige Versuche eines nicht-essentialistischen Verständnisses von Materialität und Körperlichkeit oder sich ändernde Wechselwirkungen zwischen naturwissenschaftlichen Theorien und gesellschaftlichem Kontext)
- zweitens auf sich wandelnde und aufeinander einwirkende Repräsentationen/sweisen von Geschlecht (z.B. Neuinszenierungen von Geschlecht(ern) in Literaturen, Tanz und Theater, wie auch neue naturwissenschaftliche Repräsentationsweisen)
- und drittens auf gesellschaftliche Transformationsprozesse der Geschlechterverhältnisse (z.B. in Familie, Bildungssystem, Erwerbsbereich)
Mittels unterschiedlicher methodischer und theoretischer Zugänge, die kulturwissenschaftliche, literaturwissenschaftliche, naturwissenschaftliche, historische und sozialwissenschaftliche Ansätze einbeziehen, und zudem postkoloniale und queere Theorien berücksichtigen, sollen diese Themenfelder bearbeitet werden. Der inter- bzw. transdisziplinäre Zuschnitt des Graduiertenkollegs ist ein wesentliches Merkmal und hat zum Ziel, die unterschiedlichen Perspektiven immer wieder aufeinander zu beziehen und mögliche gemeinsame Einsichten in historische wie aktuelle Prozesse zu gewinnen.
Leitung
Prof. Dr. Andrea Maihofer, Zentrum Gender Studies (Gender Studies, Philosophie, Soziologie)
TrägerInnen
Prof. Dr. Franziska Gygax (Anglistik)
Prof. Dr. Ina Habermann (Anglistik)
Prof. Dr. Henriette Harich-Schwarzbauer (Klassische Philologie)
Prof. Dr. Sabine Maasen (Wissenschaftsforschung)
Prof. Dr. Ueli Mäder (Soziologie)
Prof. Dr. Cordula Nitsch (Neuroanatomie)
Prof. Dr. Claudia Opitz (Geschichte)
Prof. Dr. Brigitte Röder (Archäologie)
Prof. Dr. Ingeborg Schwenzer (Rechtswissenschaften)
PD Dr. Thomas Späth (Alte Geschichte)
Prof. Dr. Regina Wecker (Frauen- und Geschlechtergeschichte)
PD Dr. Elisabeth Zemp (Sozial- und Präventivmedizin)
Das Graduiertenkolleg Basel läuft von Februar 2009 bis Dezember 2011.
Bewerbung
Das Bewerbungsdossier soll folgende Dokumente beinhalten:
- 4-5-seitige Projektskizze, die
1. Arbeitstitel,
2. Fragestellung,
3. Forschungsstand,
4. theoretischen Ansatz und Methode(n),
5. Quellen/Materialbestand,
6. Zeitplan,
7. Stand der Arbeit,
8. Bezug zur Thematik des Kollegs enthält.
- tabellarischen Lebenslauf
- ausgefüllten Bewerbungsbogen
Bewerben können sich Doktorierende und Habilitierende aller Disziplinen mit einem konkreten Dissertations- oder Habilitationsprojekt im Rahmen der Geschlechterforschung bzw. mit zentralem Fokus auf Geschlecht. Eine erste Auswahl findet auf Grundlage des Bewerbungsdossiers, eine zweite Auswahl in Gesprächen statt. Ein wichtiges Kriterium wird dabei die Situierung des Dissertationsprojektes innerhalb der allgemeinen Forschungsfrage des Kollegs sein. Der Bezug zur Forschungsfrage soll im Projektbeschrieb begründet werden. Interdisziplinäre Projekte werden begrüsst.
Ausschreibung: 1. September 2008
Bewerbungsschluss: 15. Oktober 2008
Gespräche mit BewerberInnen: November 2008
Bescheid an die BewerberInnen: Ende November 2008
Beginn des Graduiertenkollegs: 16. Februar 2008
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin Jana Häberlein (Jana.Haeberlein
| Kontakt: | Jana.Haeberlein |
| URL: | http:/ |
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