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1 Promotionsstipendium „Diskurse von Opferverbänden. Deutschland, Tschechien und Slowakei im Vergleich“ (Collegium Carolinum München)

 

Informationen zu diesem Beitrag

Institution:Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische Historikerkommission, München
Datum:null-20100930
Bewerbungsschluss:15.10.2007

Die Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische Historikerkommission vergibt im Rahmen ihres trilateralen Forschungsprojekts „Diskurse von Opferverbänden. Deutschland, Tschechien und Slowakei im Vergleich“ ein Promotionsstipendium. Projektleiter ist Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, die Koordinationsstelle des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens ist in München angesiedelt.

Ziel des Projektes ist die Analyse deutscher, tschechischer und slowakischer Diskurse von Opferverbänden. Dabei geht es um Vergleiche, die den ganz unterschiedlich beschaffenen Positionen und historischen Rollen der Opferverbände Rechnung tragen. Das Hauptgewicht der Projektarbeit wird auf der Zeit seit 1989 liegen, doch soll aus der gemeinsamen Forschung auch ein Überblick in Langzeitperspektive entstehen, der den gesamten Zeitraum seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zusammenfasst.

Die Forschungsarbeit soll sich an folgendem Fragen- bzw. Aufgabenkatalog orientieren:

- Welche Semantik haben Opferdiskurse?
- Welche Ansprüche werden aus diesen Diskursen abgeleitet?
- Wie etablieren sich Opferdiskurse in der Gesellschaft, wie erreichen sie Präsenz in den Medien?
- Wie gelingt es ihnen, transnationale Wirkung zu entfalten?
- Wie verhalten sich Opferdiskurse zu den Diskursen der Mehrheitsgesellschaft?
- Welche Verbindungen – in verstärkender/abgrenzender Absicht – werden zwischen nationalen und übernationalen Opferdiskursen geschaffen, welche Opferkonkurrenzen aufgebaut?
- Wo entstehen Opferkonkurrenzen und wie verhält sich der Staat gegenüber solchen Konkurrenzen?

Im Rahmen des Projekts sollen drei Dissertationen und eine Post-Doc-Arbeit verwirklicht werden.

Für die Projektgruppe schreiben wir ein Promotionsstipendium aus. Dieses Stipendium soll der Abfassung einer beziehungsgeschichtlichen oder komparativ angelegten Arbeit dienen, in deren Zentrum deutsche und tschechische oder slowakische Opferverbände stehen. Der Stipendiensatz beträgt 1000 Euro monatlich (zzgl. Reisekosten), die maximale Förderdauer beträgt drei Jahre.

Um Bewerbungen (Projektdarstellung mit Arbeitsplan auf max. 5 Seiten, Lebenslauf, Zeugnisse) bitten wir bis zum 15. Oktober an das:

Sekretariat der Deutsch-Tschechischen
und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission
Christiane Brenner
Collegium Carolinum e.V.
Hochstr. 8
D – 81669 München
Christiane.brennerextern.lrz-muenchen.de

Kontakt:

Christiane Brenner

Deutsch-Tschechisch-Slowakische Historikerkommission
c/o Collegium Carolinum

christiane.brennerextern.lrz-muenchen.de

URL:http://www.dt-ds-historikerkommission.de/
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/chancen/id=2074&type=stipendien

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