Religiosity, Women’s Self-Writing and Court Networks in Early Modern Europe (ca. 1650–1750)

Religiosität, Selbstzeugnisse von Frauen und höfische Netzwerke im frühneuzeitlichen Europa (ca. 1650–1750)

Veranstalter
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Gefördert durch
Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
PLZ
1010
Ort
Wien
Land
Austria
Findet statt
Hybrid
Vom - Bis
20.02.2025 - 21.02.2025
Deadline
22.06.2024
Von
Ines Peper, Geschichte, Wien

Religiosity, Women’s Self-Writing and Court Networks in Early Modern Europe (ca. 1650–1750)

Each of the title subjects – early modern religiosity, women’s self-writing, and court networks – refers to a broad and well-researched field of investigation. Social networks (in the metaphorical sense as well as in network analysis) and the social embeddedness of court life, religious identities and ambiguities, or the autobiographical self have often been a common denominator and a fruitful research perspective in all three of these fields. What we are aiming at in this workshop is a crossing of these subjects.

Religiosität, Selbstzeugnisse von Frauen und höfische Netzwerke im frühneuzeitlichen Europa (ca. 1650–1750)

Jedes der im Titel angesprochenen Themen (frühneuzeitliche Religiosität, Selbstzeugnisse von Frauen und höfische Netzwerke) stellt ein breites und gut erforschtes Forschungsgebiet dar. Soziale Netzwerke (sowohl metaphorisch verstanden als auch im engeren Sinn von Netzwerkanalyse) und die soziale Einbettung sowohl des höfischen Alltags als auch religiöser Identitäten oder des autobiographischen Selbst bilden in allen drei Feldern eine häufige und fruchtbare Forschungsperspektive. In diesem Workshop streben wir eine Überschneidung der genannten Themen an.

Religiosität, Selbstzeugnisse von Frauen und höfische Netzwerke im frühneuzeitlichen Europa (ca. 1650–1750)

Jedes der im Titel angesprochenen Themen (frühneuzeitliche Religiosität, Selbstzeugnisse von Frauen und höfische Netzwerke) stellt ein breites und gut erforschtes Forschungsgebiet dar. Soziale Netzwerke (sowohl metaphorisch verstanden als auch im engeren Sinn von Netzwerkanalyse) und die soziale Einbettung sowohl des höfischen Alltags als auch religiöser Identitäten oder des autobiographischen Selbst bilden in allen drei Feldern eine häufige und fruchtbare Forschungsperspektive.

In diesem Workshop streben wir eine Überschneidung der genannten Themen an. Ausgehend von unserer eigenen Forschung zu den Memoiren der Gräfin Luise Charlotte von Schwerin (1684 Wesel–1732 Wien) laden wir zu Beiträgen ein, die sich mit den Zusammenhängen von Selbstzeugnissen von Frauen, Religiosität und höfischen Netzwerken bzw. der höfischen Gesellschaft beschäftigen. Dabei gehen wir von einer breiten Definition von Selbstzeugnissen aus, die auch Briefe oder amtliche Quellen (wie etwa Suppliken) umfasst.

Zu den Forschungsfragen, denen wir besonderes Augenmerk widmen möchten, gehören:
- Wie wurde höfische Frömmigkeit in Selbstzeugnissen von Frauen beschrieben?
- Welche Aufschlüsse geben Selbstzeugnisse darüber, wie religiöse Praktiken und Identitäten die höfischen Netzwerke von Frauen prägten?
- Wie wurde das Schreiben über Religiosität in autobiographischen Texten von Frauen als kommunikative Strategie gegenüber einem höfischen Publikum genutzt?
- Welche religiösen Publikationen beeinflussten das autobiographische Schreiben adeliger Frauen?
- Wie prägten frühneuzeitliche Konzepte von Öffentlichkeit und „Privatheit“ oder von formellen (kirchlichen oder höfischen) Ämtern und informellen (z.B. verwandtschaftlichen) Beziehungen die Handlungsfähigkeit von Frauen in Bezug auf ihren religiösen Status – etwa für Angehörige konfessioneller Minderheiten oder religiöser Orden?
- Wie spiegeln sich interkonfessionelle Netzwerke und religiöse Grenzen bzw. deren Durchlässigkeit (z.B. im Fall von interreligiösen Ehen oder Konversionen) an frühneuzeitlichen Höfen in autobiographischen Texten von Frauen?
- Wie kann die qualitative Forschung zu diesen Themen durch quantitative digitale Methoden wie Netzwerkanalyse, Themenmodellierung oder semantische Analyse unterstützt werden?

Zu diesen und verwandten Forschungsfragen möchten wir thematische Panels bilden, die jeweils einen Beitrag aus unseren Forschungen zur Gräfin Schwerin und Beiträge über andere Quellen kombinieren.

Der Workshop wird am 20. bis 21. Februar 2025 in hybrider Form in Wien am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stattfinden. Reise- und Übernachtungskosten der Vortragenden können übernommen werden. Wir ersuchen um die Zusendung von Abstracts für 20-minütige Vorträge und einen kurzen Lebenslauf an ines.peper@oeaw.ac.at or michael.poelzl@oeaw.ac.at bis 22. Juni 2024.

Veranstaltungsteam: Selina Galka, Sebastian Kühn, Ines Peper, Michael Pölzl, Chiara Petrolini, Joëlle Weis.

Religiosity, Women’s Self-Writing and Court Networks in Early Modern Europe (ca. 1650–1750)

Each of the title subjects – early modern religiosity, women’s self-writing, and court networks – refers to a broad and well-researched field of investigation. Social networks (in the metaphorical sense as well as in network analysis) and the social embeddedness of court life, religious identities and ambiguities, or the autobiographical self have often been a common denominator and a fruitful research perspective in all three of these fields.
What we are aiming at in this workshop is a crossing of these subjects. Taking our own research on the memoirs of the countess Louise Charlotte von Schwerin (1684 Wesel–1732 Vienna) as a starting point, we invite contributions investigating the intersection of women’s self-writing, religiosity and court networks or court society in general. We adopt a broad definition of self-writing, including letters or even administrative sources (like petitions etc.).
Research questions we would particularly like to address include:
- How is religiosity in court society described in women’s self-writing?
- How did religious activities and identities shape women’s court networks according to autobiographical sources?
- How could narrating religiosity be used as a communicative strategy in women’s autobiographical texts aimed at a courtly audience?
- What religious literature influenced aristocratic women’s self-writing?
- How did early modern concepts of publicity and “privacy”, or formal (church or court) office and informal (e.g. kinship) relations shape women’s agency regarding their religious status – for instance for confessional minorities or members of religious orders?
- How are interconfessional networks and religious boundaries as well as their permeability (f.i. in case of interfaith marriages or conversions) at early modern courts reflected in autobiographical texts by women?
- How can qualitative research on topics like these be aided by quantitative digital methods like network analysis, topic modeling, or semantic analysis?
We would like to form Panels around these and related research questions, ideally each one combining a contribution from our ranks concerning the countess Schwerin and external participants discussing other examples.
The workshop will take place in hybrid format in Vienna at the Institute for Habsburg and Balkan Studies of the Austrian Academy of Sciences, 20 to 21 February 2025. Travel and accommodation costs of speakers will be covered. Please submit your abstract for a 20 minute presentation and a brief CV to ines.peper@oeaw.ac.at or michael.poelzl@oeaw.ac.at by 22 June 2024.

Organizing team: Selina Galka, Sebastian Kühn, Ines Peper, Michael Pölzl, Chiara Petrolini, Joëlle Weis.

Kontakt

Ines Peper ines.peper@oeaw.ac.at
Michael Pölzl michael.poelzl@oeaw.ac.at

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